Domschatzkammer

Kirchenschatz und Welterbe

Konservierung und Restaurierung

Fachkräfte widmen sich hinter den Kulissen dem Erhalt und der Erforschung des umfangreichen Domschatzes. Restauratorischer und konservatorischer Sachverstand macht es möglich, dass die Kostbarkeiten gepflegt und erhalten bleiben. So kann er in großen Teilen den Besucherinnen und Besuchern zugänglich gemacht und gezeigt werden.

Textilkonservierungswerkstatt

In der Textilkonservierungswerkstatt wird die reiche Textilsammlung der Domschatzkammer betreut. So zählen als Reliquien verehrte Stoffe des 7. Jahrhunderts genauso zum Bestand wie die umfangreiche Sammlung der Kleider des Gnadenbildes im Dom mit Schenkungen bis zum Jahr 2014. Winzige mittelalterliche Seidenfragmente und ein über 23 Meter langer Bodenteppich, reines, schlichtes Leinen und komplexer Samtbrokat mit gehobener Goldstickerei benötigen spezifische Behandlung.

Objekte unterschiedlichster Art verlangen nach differenzierten Konservierungsmaßnahmen. Eine diplomierte Textilkonservatorin widmet sich den verschiedenen Aufgaben: sei es die Reinigung verschmutzter Stücke durch vorsichtiges Absaugen oder die monatelange Festigung gebrochener Stoffe mit Spannstichen, die mit haarfeinen Seidenfäden ausgeführt werden. Die wichtigste Aufgabe besteht jedoch darin, die Stoffe sachgerecht zu lagern und regelmäßig zu kontrollieren.

Ansprechpartnerin:

Monica Paredis-Vroon (Dipl. cons.)
E-Mail: info@aachener-domschatz.de

Gold-und Silberschmiedewerkstatt

Die Gold-und Silberschmiedewerkstatt blickt auf eine lange und ruhmreiche Tradition zurück: Mit der Konservierung der beiden Aachener Schreine sind internationale Standards gesetzt worden, die heute vorbildlich sind für die Konservierung und Restaurierung mittelalterlicher Goldschmiedearbeiten.
Zu den umfangreichen Projekten vergangener Jahre zählen neben den Konservierungsmaßnahmen am Karls- und Marienschrein die Arbeiten am Barbarossaleuchter im Dom, an der Heinrichskanzel und der Pala d’oro.
Zuletzt wurde anlässlich der Karlsfeier 2017 das Armreliquiar Karls des Großen, eine französische Goldschmiedearbeit aus dem Jahr 1481 untersucht und gereinigt.

Gemälde- und Skulpturenrestaurierungswerkstatt

Zum Domschatz zählen knapp 200 Gemälde, Skulpturen und Reliefs. Eine diplomierte Restauratorin kümmert sich nach Bedarf um die Restaurierung und Konservierung der Leinwandgemälde, Holztafelgemälde und der polychromen Holzskulpturen.

Zu dem ältesten Stücken in der Schatzkammer wird eine ca.110 cm hohe Holzskulptur gerechnet, die Karl den Großen aus der Sicht des frühen 14. Jahrhunderts darstellt. Die aus Eichenholz geschnitzte Figur zeigt nur noch spärliche Reste einer ursprünglich farbigen Fassung. Anders dagegen verhält es sich bei dem „Christuskind aus Rickelrath“. Diese aus Eichenholz geschnitzte Skulptur, die im 16. Jahrhundert in Brabant gefertigt wurde, war ursprünglich in Hauttönen kostbar bemalt. Später wurde diese Bemalung erneuert. Durch behutsames Abnehmen der neueren Farbschichten wurde der ursprüngliche Zustand sichtbar.

Auf Holz gemalte „Engeltafeln“ (um 1420) gehören zu den Gegenständen, die nicht in der Schatzkammer ausgestellt sind, aber einen wichtigen Stellenwert im Aachener Domschatz einnehmen: Es handelt sich um zwölf Tafelgemälde mit der Darstellung von Engeln, die sich in je sechs Paare aufteilen lassen. Sie befinden sich zur Zeit in der Gemälderestaurierung.

Ansprechpartnerin:

Stefanie Korr (Dipl. rest.)
E-Mail: info@aachener-domschatz.de

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    Januar bis März
    Mo: 10.00 – 14.00 Uhr
    Di – So: 10.00 – 17.00 Uhr

    April bis Dezember
    Mo: 10.00 – 14.00 Uhr
    in der Adventszeit bis 18.00 Uhr
    Di – So: 10.00 – 18.00 Uhr

    Eintrittskarten erhalten Sie in der Dominformation.

    Die Domschatzkammer
    ist barrierefrei.