Domschatzkammer

Kirchenschatz und Welterbe

Schätze aus dem Depot: Bursen aus dem Aachener Marienstift

Eine kleine Sonderausstellung im Kabinett der Domschatzkammer zeigt bis zum 16. September 2018 eine Auswahl an prächtigen und farbenfrohen Bursen aus fünf Jahrhunderten. Sie stammen aus der Kirche des Aachener Marienstiftes, dem heutigen Aachener Dom.

 

Stichwort: Burse

In der katholischen Kirche werden während der heiligen Messe liturgische Gewänder, Tücher und Geräte benutzt. Dazu gehörte früher auch die Burse.

Die Burse (lat. bursa, Messbursa, Korporalientasche) ist ein taschenförmiges Behältnis zur Aufbewahrung des zusammengefalteten Korporales. Das Korporale ist ein gestärktes, geweihtes Leinentuch von etwa 45 bis 50 cm Seitenlänge, das als Unterlage für Kelch, Patene oder Monstranz dient.

Da das Korporale mit dem Allerheiligsten in Berührung kam, wurde auf seine Aufbewahrung große Sorgfalt verwendet.

Die Burse wird passend zum Messgewand bzw. der Stola gefertigt. Vorder- und Rückdeckel sind mit Pappkarton ausgesteift und an der Innenseite mit Leinen gefüttert. Auf der Oberseite ist häufig ein Kreuz aufgestickt. Die Deckel sind an drei Seiten zusammenfügt, die vierte ist offen. Sie kann durch eine Lasche oder Schließe verschlossen werden.

Bis zur Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962–1965) trug der Priester beim Einzug zur Messe die Burse auf dem Kelch zum Altar. Dort stellte er sie aufgeklappt aufrecht.

 

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