Domschatzkammer

Kirchenschatz und Welterbe

Sechs interessante Fakten zum Corona- und Leopardusschrein // Six facts about the Corona and Leopardus shrine

Der „Star“ unserer kommenden Ausstellung zum Historismus wird übrigens der Corona- und Leopardusschrein sein. Bei einem Fotoshooting wurde er jetzt in neuem Glanz abgelichtet. Wir haben ein paar interessante Fakten für euch zusammengestellt.

Corona (lat. die Krone). Gesicherte Informationen über die heilige Corona gibt es nicht. Angeblich wurde sie im Jahr 161 oder 287 im heutigen Syrien oder Ägypten geboren. Damals wurden im Römischen Reich Christen wegen ihres Glaubens verfolgt. Der Überlieferung zufolge starb Corona im Alter von 16 Jahren den Märtyrertod.

Otto III. soll Coronas Reliquien nach seiner Kaiserkrönung anno 996/997 zusammen mit denen des hl. Leopardus von Otricoli in Italien nach Aachen überführt haben. Sie wurden im Marienstift (heute Dom) beigesetzt.

Reliquiensärge. Die beiden Heiligen wurden seit dem 11. Jahrhundert als Mitpatrone des Marienstiftes in Aachen verehrt. Im Laufe der Jahrhunderte gerieten sie dann zunehmend in Vergessenheit. Die beiden Reliquiensärge aus der Zeit um 1000 wurden im Zuge von Ausgrabungen 1843 wiederentdeckt und im Jahr 1910 geborgen. Für die sterblichen Überreste wurde 1911/12 ein eigener Schrein angefertigt. In den vergangenen 25 Jahren stand er im Depot, da sich kaum jemand für ihn interessierte. Die Pandemie hat das schlagartig geändert.

Objekt Nr. 1. Ab September finden Sie unter dieser Objektnummer alle Informationen zum Schrein in der Ausstellung „Mittelalter 2.0 – Goldschmiedekunst des Historismus am Aachener Dom“.

Nikolauskapelle. Eine bildliche Darstellung der beiden frühchristlichen Heiligen, die übrigens zu unterschiedlichen Zeiten lebten und nichts miteinander zu tun hatten, findet sich im Aachener Dom in einem Fenster der Nikolauskapelle.

Alfons Bellesheim, Aachener Stiftspropst von 1902-1912, ließ für die kostbaren Reliquien einen angemessenen Schrein anfertigen. Die Goldschmiedearbeit wurde weitgehend aus privaten Mitteln finanziert. Bellesheim stellte selbst einen Betrag von 11.000 Mark zur Verfügung.

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The „star“ of our upcoming exhibition on historicism will be the Corona and Leopardus Shrine. During a photo shooting it was now photographed in new splendor. We have compiled some interesting facts for you.

Corona (lat. the crown). There is no secured information about the holy Corona. Supposedly she was born in the year 161 or 287 in today’s Syria or Egypt. At that time, Christians were persecuted for their faith in the Roman Empire. According to the legend Corona died a martyr’s death at the age of 16.

Otto III is said to have transferred Corona’s relics after his imperial coronation in 996/997 together with those of St. Leopardus from Otricoli in Italy to Aachen. They were buried in the Marienstift (today the cathedral).

Relic coffins. The two saints were venerated as co-patrons of the Marienstift in Aachen since the 11th century. In the course of the centuries they fell increasingly into oblivion. The two reliquary coffins from the time around 1000 were rediscovered in the course of excavations in 1843 and recovered in 1910. In 1911/12 a separate shrine was made for the mortal remains. For the past 25 years it stood in the depot, as hardly anyone was interested in it. The pandemic changed all that abruptly.

Object no. 1 From September onwards, you will find all information about the shrine under this object number in the exhibition „Middle Ages 2.0 – Goldsmith’s Art of Historicism at Aachen Cathedral“.

Nicholas. A pictorial representation of the two early Christian saints, who incidentally lived at different times and had nothing to do with each other, can be found in Aachen Cathedral in a window of the St. Nicholas Chapel.

Alfons Bellesheim, Aachen’s monastery provost from 1902-1912, had an appropriate shrine made for the precious relics. The goldsmith’s work was largely financed by private means. Bellesheim himself provided an amount of 11,000 marks.

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