Domschatzkammer

Kirchenschatz und Welterbe

Schlösser des Marienschreins

Seit 1349 wird der Marienschrein, einer der beiden Reliquienschreine im Aachener Dom, alle sieben Jahre geöffnet. Die darin aufbewahrten Heiligtümer werden den Pilgern und Gläubigen gezeigt. Nach Ende der Heiligtumsfahrt wird der Schrein mit einem eigens dafür angefertigten Schloss erneut verschlossen.

Das Schlüsselloch wird mit Blei ausgegossen. Damit soll symbolisch sichergestellt werden, dass bis zur nächsten Heiligtumsfahrt niemand den Schrein öffnet. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts werden die alten Schlösser verwahrt.

Die Schlösser zeigen die künstlerische Auffassung und die Möglichkeiten ihrer jeweiligen Entstehungszeit:  Im Ersten Weltkrieg reichte es nur für ein einfaches Vorhängeschloss. Einige lehnen sich an Goldsschmiedearbeiten vergangener Zeiten an. Wieder andere nehmen Bezug auf den Aufbewahrungsort des Schreins, die Aachener Marienkirche, den heutigen Dom.

Aachen, ab 1909 bis heute

 

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